Mindestens einmal im Jahr heißt es für Millionen von Menschen weltweit: Kostümieren, Maskieren, Schminken und ausgelassen in der Haut des neu erschaffenen Ichs feiern. So ist Karneval in vielen Städten ein regelrechter Sammelpunkt für alle Freunde der Kostüme und Verkleidungen. Ein immer wieder gesehenes und sehr gängiges Kostüm ist übrigens der Pirat.
Kein Wunder, da sich vor allem Kinder, in der Regel Jungen, als Pirat verkleiden. So lebten die Piraten auf hoher See nach ihren eigenen Regeln und nahmen sich was sie brauchten. Ein Traum für aufkeimende und rebellierende Kinder!
Doch dabei war das Piratenleben alles andere als die pure Freiheit auf hoher See. So gab es einerseits eine strikte Rangordnung und harte Strafen für alle Piraten, die sich nicht an diese hielten. Auf der anderen Seite war das Leben auf einem Schiff in der damaligen Zeit alles andere als luxuriös. Hygiene und Sauberkeit spielten bei den meisten Piraten eine untergeordnete Rolle und so verbreiteten sich immer wieder Krankheiten unter der Mannschaft.
Um sich als Pirat zu verkleiden bedarf es keinen großen Aufwands – weder in zeitlicher noch in finanzieller Hinsicht. Zum Standard eines jeden Piraten gehört selbstverständlich eine passende Waffe. Hierfür eignen sich zum Beispiel ein Säbel, entweder aus Holz oder Plastik, und eine altmodische Pistole, die der kleine Gauner mit harmlosen Knallpatronen füllen kann. Für die Verkleidung an sich reicht schon ein einfaches zerfetztes T-Shirt, ein Kopftuch und gegebenenfalls eine alte, mit der Schere ausgefranste, Jeans oder Stoffhose. Auch eine Augenklappe oder eine Hakenhand sind weit verbreitete Zusatzartikel für das passende Piratenoutfit, aber nicht unbedingt notwendig. Zum Schluss können noch ein aufgemalter Schnurrbart oder Bartstoppel für den letzten Schliff sorgen.
Zusammenstellung: Kopftuch, Augenklappe, Hakenhand, Papagei auf Schulter, Säbel, güldenes Geschmeide (Modeschmuck reicht).